21.07.2013: Radmarathon Tannheimer Tal

Bericht von Roland:

Tannheimer Tal,21.Juli 2013(230km,2940HM)

Der Startschuss wurde Punkt 6.00Uhr gegeben. Sofern man nicht im vorderen Startblock stand, mußte man sich noch einiges an Geduld üben, bis man ins Rollen kam. Über eine kleine Steigung bis ca.km 8 ging es nun leicht bergab über Pfronten nach Vis. Auch die weitere Strecke war nur leicht wellig und gab einem die Möglichkeit, die Landschaft zu geniessen. Rechts fließt die Lech und links beeindrucken die Steilwände der Berge. Bis km 80 standen so im Schnitt 38 km/h auf dem Tacho ,begünstigt durch ein riesiges Gruppetto, das sich nun auflösen wird, da die erste Steigung anstand.
Die folgende 20 km mussten 370 HM bewältigt werden, was im Prinzip auch noch im Renntempo zu fahren gewesen wäre. Nur im Hinterkopf  spukte der Anstieg zum Hahntennjoch herum, was mich persönlich dazu veranlasste, mit meinen Kräften hauszuhalten.
Von Lech ging es über den Flexenpaß(1773HM)zum Arlbergpaß(1796HM).Von dort stand erstmal eine richtig steile Abfahrt an, die sich danach für 30km entschärfte. Bis km 160 ging es dann leicht bergab und es gab die Möglichkeit die gefallene Durchschnittsangabe am Computer wieder nach oben zu korrigieren.
Bei Mils angekommen gibt es einen kleinen Hubbel, der ist aber sofort vergessen, wenn man in Imst angekommen ist und einem Monster gegenübersteht, der Anstieg zum Hahntennjoch mit Steigungswerten bis zu 18%. Zeitlich waren wir auch schon bei ca.11.30Uhr und die Sonne hatte schon viel Zeit gehabt die Atmosphäre aufzuheizen und sich ordentlich am Zenit zu platzieren. Im Laufe des Anstiegs musste ich mich selbst zweimal kurz in den Schatten stellen, um abzukühlen. Im Prinzip ist es ein radikaler Test gewesen, um festzustellen,ob man einen angeborenen Herzfehler hat. Manch ein Radfahrerkollege hat die Steigungswerte verringert, indem er Schlangenlinien über die ganze Strasse verteilt gefahren ist. Am oberen Bereich gab es auch einige zu sehen, die ihr Rad lieber schoben(Ich war selber kurz davor, zum Glück wurden die Temperaturen ab c. 1500HM so angenehm, dass nur noch die Beine brannten und nicht mehr der Kopf).
Nachteilig sollte ich noch erwähnen, dass die Straße nicht für den normalen Verkehr gesperrt war und viele Motorradfahrer unterwegs waren, Kolonnen bis locker 30 Motos oder mehr, teilweise mit einem Lärmpegel, dass es an die Schmerzgrenze ging(Mein Tipp, ich stopfe mir immer Oropax ins linke Ohr, gibt es im Baumarkt für knappe 2€/10Stk.).
Am Hahntennjoch angekommen wurden an der Labstation erstmals die Flaschen gefüllt und der Magen mit leckerem Kuchen. Es folgte die zweite steile Abfahrt. Wagemutige hätten eine dreistellige KM Anzeige an ihren Computern haben können, aber wie schon gesagt, die Straße war für jeden Verkehr offen. Ungefähr nach der Hälfte der Strecke gab es noch eine Verkehrsverengung, wo die Polizei den Verkehr regelte, was zu einem hohen Verkehrsaufkommen führte und die Abfahrtsgeschwindigkeit enorm verringerte.
Ab km 200 hatten wir wieder eine schnelle Gruppe gebildet und hatten trotz Gegenwind aber mit leichten Gefälle nie weniger als 35km/h auf der Anzeige. Anschließend kam noch ein 250HM-Ansteig im Schwarzwaldniveau, als danach die letzten 5km ins Ziel anstanden.

Fazit: Der Tannheimer Radmarathon ist im Prinzip eine Radtouristikfahrt mit Zeitnahme.
Die Organisation ist Weltklasse, die Labstellen(Verpflegungsstellen)sind genügend (6Stk.) und an den richtigen Stellen platziert. Will man jedoch eine gute Zeit erzielen, darf man sich natürlich dort nicht häusslich niederlassen, da die Wertung sich auf die Bruttozeit beruft.
Die Straßen sind für den normalen Verkehr freigegeben, d.h. ,auch hier gibt es Hirnies, die mit geringen Abstand an einem vorbeirasen(komischerweise fast alle mit deutschen Kennzeichen[NEIN, keine Vorurteile;-) ]).Der Lärm mancher Motorräder ist teilweise nicht auszuhalten, also Oropax nutzen um Schäden zu verhindern.
Landschaftlich ist der Marathon reizvoll, kann aber vereinzelt, durch die langen Ebenen, zur Langeweile führen.
Schlußfazit: Es lohnt sich, ihn öfters zu fahren, muss aber nicht jedes Jahr sein, sofern man nicht in unmittelbarer Nähe wohnt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA 4-im-Profil-9847

Advertisements

Ein Gedanke zu „21.07.2013: Radmarathon Tannheimer Tal

  1. … die anfänglich sehr lange flache anfahrt zum ersten berg war im gruppetto tw. unangenehm zu fahren weil viel unruhe im feld war, das war tw. als gefährlich einzustufen wenn bremswellen etc durchs feld gehen. da ich hinten gestartet war, und dann noch 2x austreten musste habe ich alles von hinten gefahren und konnte auch vereinzelt sturzopfer bzw defekte sehen. die sanis waren aber immer vor ort dabei…

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s