3.6.2012 Kirrlacher Kriterium, Jedermannrennen

Fangen wir mal vorne an. Zunächst mal wusste ich gar nicht dass es auch kleinere, regionale Rennen gibt, die für alle offen sind.
Es gibt/gab dieses Jahr was in Ellmendingen, Hatzenbühl, Bruchsal und eben Kirrlach (kein Anspruch auf Vollständigkeit).
Diese Rennen finden im Rahmen des grossen Vereinsrenntages statt, dort gibt es die „normalen“ Klassenrennen (Senioren, Elite, U19,…) und separat dann die Jedermänner. Dort gibt es wieder zwei Kategorien: Bei „Jedermann“ sind auch C-Lizenzinhaber startberechtigt, bei „Hobby“ hingegen nicht.
Das hab ich aber erst hinterher beim Blick in die Ergebnisliste festgestellt. Ich dachte da starten nur so übermotivierte unerfahrene Opis wie ich, aber von wegen: In der ersten Reihe standen furchteinflössende 19 Jährige neben Vereinsfahrern, die bestimmt schon ewig im Besitz einer Rennlizenz sind.

Zum Technischen: Anmelden kann man sich online über rad-net, bei „Verein“ muss man irgendwas eingeben. Man kann natürlich auch vor Ort nachmelden.
Man geht hin, zahlt sein Startgeld (8 Euro), bekommt eine Nummer und einen Transponder und fertig.
Das Rennen wurde als Kriterium ausgetragen, d.h. es ist ein Rundkurs von 1km, den man 20 mal abfährt und alle 5 Runden wird gewertet. Der erste bekommt 5 Punkte, dann 3,2,1. Schon der fünfte geht leer aus. Wer hinterher die meisten Punkte hat, hat gewonnen. D.h. es gewinnt nicht zwingend der, der als erster über die Ziellinie fährt.

Jetzt zum Verlauf: Das Wetter war ja ganz grauslich angesagt, ergiebiger Dauerregen. Derselbe hat aber freundlicherweise eine Stunde vor Rennbeginn aufgehört, deswegen war nur noch die Strasse nass. Das hat aber gereicht dass ich mich beim Warmfahren sofort mal kräftig auf die Schnauze gelegt hab. Na super, das trägt nicht unbedingt zur Rennwellnes bei, wenn man nach einem Sturz zittrig durch die Kurven eiert und einem drei Stellen auf der linken Seite aufdringlich pochen. Aber egal, ab zum Start. Es waren ca. 25 Starter, das ist noch übersichtlich.
Der Start selber ist ganz unspektakulär, einer sagt „Los“ und dann fahren alle halt los. Wer hätte das gedacht.
Dann wurde langsam auf etwa 40 kmh beschleunigt, in der ersten Runde auch deutlich drüber. Ich hab mich hinten eingereiht weil ich noch ziemlich Respekt vor den Kurven hatte. Später wurde der Kurs dann trocken und die Kurven waren dann sogar für mich ok. Der Kurs ist überhaupt nicht eng, man kann fast immer Gas stehen lassen, meistens sogar noch weiter treten. Durch das kleine Starterfeld von 25 war die Strecke auch sehr geräumig, ich habe keinerlei brenzlige Situation erlebt. Die Stimmung war auch ok, kein Gepöbel oder Gerempel.
Das Tempo war permanent bei 40, vor den Wertungen etwas höher, danach etwas niedriger. Ich hab alles versucht um am Haupfeld dranzubleiben, das hat zum Glück auch geklappt. Sonst ist es etwas frustrierend wenn man alleine auf einem 1km-Kurs seine Runden dreht.

Aber zu mehr als Dranbleiben hats bei mir ganz klar nicht gereicht. Bei den Tempoverschärfungen war ich froh dass sie mir nicht weggefahren sind, es war nicht dran zu denken da noch Plätze gutzumachen oder gar ganz vorne zu fahren. Gegen Ende haben meine Beine dann gemeldet dass es jetzt an der Zeit wäre, mal aufzuhören. Aber es hat bis zum Schluss gereicht.

Alles in allem eine interessante Erfahrung, mal in den Lizenzbetrieb reinzuschnuppern. Könnte mir vorstellen das nächstes Jahr ab und an zu wiederholen, vielleicht verstärkt mich dann mal jemand von Euch.

viele Grüsse

Holger

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